ALF-Report aus TIERBEFREIUNG #80

Animal Liberation Front-Report

Aufgrund erfolgter und drohender Repression wird folgender Hinweis allen abgedruckten Schreiben und Berichten vorangesetzt:

Es handelt sich bei den genannten Aktionen nicht um Aktivitäten des Vereins die tierbefreier e.V. Der Verein berichtet über direkte Aktionen der Tierbefreiungsfront und solidarisiert sich mit ihnen, führt jedoch keine durch. Die Veröffentlichung erfolgt im Rahmen der Informations- und Pressefreiheit. Weder Verein noch Redaktion rufen damit zu Straftaten auf.

Zur Erinnerung

die tierbefreier e.V. haben bis 2007 auf einer ALF-Seite im Internet über direkte Aktionen berichtet. Die Seite wurde aufgrund einer zivilrechtlich erwirkten Einstweiligen Verfügung aus dem Netz genommen. Nachdem wir unser Recht durch ein Berufungsverfahren zurückgewonnen hatten, wurde die Seite nicht wieder aktualisiert und in Betrieb genommen.

Vorher müssen alle Bekenner_innenschreiben (BKS) in redaktionelle Texte eingebunden werden, was aufgrund personeller Veränderungen zur damaligen Zeit ausgeblieben ist. Wir nehmen in Zukunft wieder eine ihrer Hauptaufgaben wahr, indem ALF-Aktionen im deutschsprachigen Raum möglichst lückenlos dokumentiert werden. Im ersten Schritt möchten wir mit diesem ALF-Report einen Kurzüberblick geben. Im zweiten Schritt werden wir im Herbst die neue ALF-Sonderseite starten.

Zwar wurden auch in den vergangenen Jahren Bekenner_innenschreiben empfangen, und der Verein hat über direkte Aktionen durch Pressemitteilungen und das Magazin TIERBEFREIUNG berichtet, dennoch ist die Anzahl der eingehenden BKS stark zurückgegangen und hat sich zu Bite Back (www.directaction.info) verlagert – die Hauptquelle für diesen Report. Tierbefreier_innen können anonymisierte Bekenner_innenschreiben an uns schicken. Kleinere Aktionen werden auf der neuen ALF-Sonderseite dokumentiert. BKS zu größeren Aktionen begleiten wir zudem mit gezielter Pressearbeit.

Bekanntgewordene Aktionen des letzten Quartals im deutschsprachigen Raum

16. Juli, Berlin: Van eines Ford-Händlers mit „ELF“ beschrieben und eine Bombenattrappe mit der Botschaft „This sick infatuation with life’s destruction, this grotesque embodiment of decay, a new world will rise from this disfunction, when the institutions of oppression are laid to waste“ hinterlassen.

6. Juli, Oberursel: Flugblätter gegen Transporte sogenannter Versuchstiere der Air France-KLM an etwa 100 Haushalte verteilt; General Manager Deutschland ist Warner Rootliep aus Oberursel.

26. Juni, Greifswald (Mecklenburg-Vorpommern): Mehr als 60 Plakate des Zirkus Berolina zerstört.

31. Mai, Frankfurt/Main: Erstürmung der Büros der Dienstleistungszentrale von Air France-KLM.

22. Mai, Berlin: Eingangsbereich des Robert Koch Instituts beschmiert, die Botschaft „hands off the animals“ auf dem Gehweg hinterlassen.

4. Mai, Lanke (bei Berlin): Hochsitz zerstört. Das knappe Bekenner_innenschreiben erreichte uns am Freitag, 17. Mai als anonyme Mail: „4.mai 2013 / KRACH! / da liegt der hochsitz kaputt in lanke (naehe berlin) auf dem boden / jagd ist mord!!!“

Mai, Freiburg (Baden-Württemberg): Mehr als 100 Plakate des Zirkus Alberti zerstört.

April/Mai, Lüneburg (Niedersachsen): 14 Hochsitze zerstört.

International: Direkte Aktionen – Pelz

Übersetzte Bekenner_innenschreiben:

USA

„Am frühen Morgen des 16. Juli 2013 schritten Anarchisten in San Diego im Namen der Millionen Pelztiere, die für die weltweite Pelzindustrie in Fallen gefangen, unterjocht und getötet werden. Zuerst haben wir Furs by Graf , 7670 Claremont Mesa Boulevard, aufgesucht. Alle Scheiben dieses lächerlichen Unternehmens wurden mit ätzender Lösung versehen. Die Außenfassade wurde mit Sprüchen in roter Farbe verschönert. Ins Innere haben wir Buttersäure gespritzt, damit dieser kommerzielle Ort den Geruch von Tod annimmt, wie man ihn auf jeder Pelztierfarm riechen kann. Wir hoffen, dass die Aufräumarbeiten teuer werden und sämtliche Kundschaft vergrault. Dann sind wir mit den Fahrrädern zu dem Zuhause von Ludi Graf gefahren – 9589 Upland Street in Spring Valley. Sein Haus haben wir der gleichen Behandlung unterzogen. Sein teures Auto in der Einfahrt haben wir mit Farbe versehen, seine Garage wurde mit Slogans in roter Farbe bemalt. Die Fenster des Fahrzeugs haben wir verätzt. Den Rest der ätzenden Lösung haben wir auf seinen Fenstern verteilt. Eine Säure, die Beton zerstört, haben wir auf seine Einfahrt gekippt. Nur ums Eck herum besuchten wir das Zuhause von der Managerin Kimberley Graf – 3674 Birdie Drive in La Mesa. Ihren luxuriösen Pick-up Truck haben wir rot bemalt und mit Abbeizmitteln bearbeitet. Sämtliche Fenster des Fahrzeugs wurden mit ätzender Säure versehen. Ihr Haus und ihre Einfahrt wurden mit Sprühfarbe verschönert. Auf der Veranda haben wir ebenfalls betonzerstörende Säure hinterlassen. Diese Taten fanden statt, um den Schreien der Millionen wilder Tiere, die sich nach Freiheit sehnen, Gehör zu verschaffen. Unsere Tat war vergebens, wenn sie andere nicht zu Befreiungen und Sabotage animiert. Alle Gefangenen auf Pelztierfarmen verdienen die Entlassung.

Aus Solidarität gegenüber unseren Kameraden, die sich in Vancouver einsetzen
Animal Liberation Front“

Schweden

„In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli haben wir das Zuhause von Jan Olsson aufgesucht, der momentan eine neue Nerzfarm außerhalb von Ystad plant. Zwei Autos, ein Moped und eine Planierraupe wurden mit Farbe besprüht, und das Schloss der Vordertür vom Haus wurde zugeklebt. Wir hinterließen eine klare Botschaft: Keine Pelztierfarm! Das ist erst der Anfang, und es trifft jeden Kapitalisten, der ins Pelztiergeschäft einsteigen möchte, sie werden keine Ruhe haben, bis sie ihre Meinung ändern. Wir freuen uns über die Aktionen, die momentan im ganzen Land stattfinden.

DBF – Djurens Befrielsefront“

„In der Nacht auf den 25. Juni erhielten die Eltern von Thom Olsson (der soeben mit dem Bau einer Nerzfarm in Hasslösa Petersborg, 531 91 Vinninga begonnen hat) zwei nicht gezündete Feuerbomben in ihrem Briefkasten. [Drohung von der Redaktion entfernt. Sie war auf die Beendigung der Zusammenarbeit mit Thom Olsson gerichtet.]

DBF“

Laut Medienberichten wurden am 18. Juni außerhalb von Lidköping eine Garage und die darin befindlichen Maschinen und Autos von einem Feuer zerstört. Am Tag zuvor sprach der Besitzer des Anwesens, Thom Olsson im Lokalradio über seine Pläne, eine Nerzfarm zu gründen. Die Polizei vermutet, dass Tierrechtsaktivisten hinter dem Feuer stecken.

„In der Nacht vom 25. auf den 26. Mai sabotierten schwedische Aktivisten die Vorderseite eines örtlichen Pelzgeschäfts, Mattsons. Eines der letzten, aber auch der ältesten Pelzgeschäfte in Malmö. Die Schlösser wurden verklebt, Teer wurde an die Tür gekippt und ‚DBF‘ wurde gesprüht und die Markise zerschlitzt.

Bis alle Pelzgeschäfte zu sind und jeder Käfig leer ist
DBF“

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